Endlich durchschlafen: Ihr Fahrplan gegen Schlafapnoe
Sind Sie den ganzen Tag müde? Und in der Nacht doch schlaflos? Dann könnten Sie an Schlafapnoe leiden. In diesem Artikel erfahren Sie, was Schlafapnoe ist, und wie teils schon ein anderes Kissen oder eine andere Schlafposition helfen können, um wieder besser zu schlafen.

Inhalt des Artikels:
- 1. Was ist eine Schlafapnoe?
- 2. Welche Folgen hat Schlafapnoe?
- 3. Welches Kissen bei Schlafapnoe?
- 4. Welche Matratze bei Schlafapnoe?
- 5. Kleine Schritte, große Verbesserungen
Was ist eine Schlafapnoe?
Einfach gesagt, beschreibt Schlafapnoe bis zu einer Minute andauernde Atemaussetzer während des Schlafs, die den Körper und das Gehirn kurzfristig in Alarmbereitschaft versetzen. Der oder die Betroffene schreckt dabei mehrmals pro Nacht aus dem Schlaf, sodass eine erholsame Nachtruhe nicht mehr möglich ist. Die Partnerin oder der Partner leiden häufig mit, wenn sie die nächtlichen Atemaussetzer bemerken. Diese hängen oft damit zusammen, dass die Muskeln im Bereich des Gaumens, Rachens und der Zunge erschlaffen, sodass die oberen Atemwege verengt oder sogar vollständig blockiert sind. Medizinisch gesehen unterscheidet man zwei Hauptformen der Schlafapnoe:
- Obstruktive Schlafapnoe (OSA): Diese tritt am häufigsten auf und wird durch eine Verengung der Atemwege verursacht. Faktoren wie Übergewicht, Rückenlage beim Schlafen oder anatomische Besonderheiten können eine Rolle spielen.
- Zentrale Schlafapnoe (CSA): Hier liegt die Ursache im Gehirn, das die Atemmuskulatur nicht korrekt steuert. Diese Form ist seltener und häufig mit neurologischen Erkrankungen verbunden.
In beiden Fällen sollten Sie ihre Schlafstörung zunächst mit Ihrem Hausarzt oder einer Hals-Nasen-Ohren-Ärztin abklären lassen. Auch bei einer spezialisierten Praxis für Lungenfachkunde sind Sie gut aufgehoben. Denn bei der körperlichen Untersuchung können Ursachen wie Rheuma, eine Schilddrüsenunterfunktion, Herz- oder Niereninsuffizienz sowie Herzrhythmusstörungen festgestellt beziehungsweise ausgeschlossen werden. Ebenso kann ein Arzt prüfen, ob bestimmte Medikamente, die Sie einnehmen, die Schlafapnoe eventuell begünstigen. Häufig folgt als nächster Schritt die Einweisung ins Schlaflabor.

Lange Zeit galt die Schlafapnoe als Krankheitsbild, das hauptsächlich Männer betrifft, doch auch Frauen können die Symptome entwickeln. Bei Frauen wird die Schlafstörung allerdings oft übersehen, da sie seltener von typischen Symptomen wie lautem Schnarchen begleitet wird. Sind Kinder betroffen, können beispielsweise vergrößerte Mandeln eine Ursache sein.
Beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom können jedoch bereits kleine Änderungen der eigenen Schlafgewohnheiten und des Schlafumfelds helfen, die Schlafapnoe-Symtome zu lindern. Folgende Faktoren lassen sich leicht selbst beeinflussen:
- Übergewicht gehört zu einem der Risikofaktoren für Schlafapnoe. Dies ist also ein guter Grund, um einige Kilos abzunehmen.
- Alkohol am Abend verstärkt die Muskelentspannung und kann daher die Schlafapnoe-Symptome verschlimmern.
- Viele Betroffene leiden insbesondere bei Rückenlage unter Atemaussetzern, denn in dieser Schlafposition kann die entspannte Zunge in den Rachenraum rutschen und so die Atmung behindern. Bei der Seitenlage ist dies nicht der Fall.
Welche Folgen hat Schlafapnoe?

Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, haben häufig mit Müdigkeit und morgendlichen Kopfschmerzen zu kämpfen. Sie können sich schlechter konzentrieren, sind weniger leistungsfähig und klagen über Tagesschläfrigkeit. Das kann sogar gefährlich werden: Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) wird geschätzt, dass etwa 20 bis 25 Prozent aller schweren Verkehrsunfälle auf Übermüdung zurückzuführen sind. Ein Risiko, das man lieber nicht eingehen sollte.
Doch es kommt noch schlimmer: Personen, die unter obstruktiver Schlafapnoe leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie bekommen häufiger Herzinfarkte oder Schlaganfälle und haben eine verkürzte Lebenserwartung. Kein Wunder, sinkt doch der Sauerstoffgehalt im Blut teils so stark ab, dass Herz und Gehirn nicht mehr richtig versorgt werden.
Welches Kissen bei Schlafapnoe?

Die Schlafposition hat großen Einfluss auf die Atemwege. Schlafen Sie auf dem Rücken, kann das Gewebe im Rachen leichter die Atemwege blockieren. Eine einfache Lösung ist die Seitenlage, unterstützt durch ein Seitenschläferkissen. Spezielle Seitenschläferkissen sind so gestaltet, dass sie den Körper während des Schlafs optimal stützen und gleichzeitig die Gelenke sowie die Wirbelsäule entlasten. Das Kissen wird längs am Körper platziert, um eine ergonomische Haltung zu fördern und für zusätzlichen Komfort zu sorgen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kopfkissen unterstützt es nicht nur den Kopf, sondern den gesamten Körper.
Seitenschläferkissen bei Schlafapnoe
Auch ein ergonomisches Kissen kann die Symptome einer Schlafapnoe lindern, indem es die natürliche Position der Halswirbelsäule unterstützt. Achten Sie dabei auf das Material des Kissens; Kissen aus Memory-Schaum sind bei Schlafapnoe weniger empfehlenswert: “Diese Kissen sind sehr temperaturempfindlich, sodass Kopf und Nacken im Sommer so stark einsinken, dass die Stützwirkung fehlt. Bei kälteren Temperaturen werden diese Kissen wiederum zu fest”, erklärt Schlafexperte Norman Gailing. Am besten sollte das Kissen aus einem atmungsaktiven Material bestehen, das eine gute Luftzirkulation ermöglicht, zum Beispiel aus retikuliertem Viscoschaum, wie das Nackenkissen V28 Air® Visco. Auch Kissen aus Naturlatex oder Spezialschaum sind geeignet.
Nackenstützkissen bei Schlafapnoe
Zu einer der gängigen Therapien bei Schlafapnoe gehört die sogenannte Überdrucktherapie (englisch: Continuous Positive Airway Pressure, CPAP), bei der Betroffene eine CPAP-Maske tragen. Im Falle einer CPAP-Therapie gibt es spezielle Schlafapnoe-Kissen, auch CPAP-Kissen genannt, die an den Seiten Aussparungen für die Maske und Schläuche des CPAP-Geräts bieten.
Welche Matratze bei Schlafapnoe?
Auch die Schlafunterlage spielt eine entscheidende Rolle für den erholsamen Schlaf. Eine zu weiche Matratze kann die Atemwege durch eine ungünstige Körperhaltung zusätzlich belasten. “Wichtig ist, dass Matratze und Kissen bei Schlafapnoe optimal aufeinander abgestimmt sind”, erklärt Norman Gailing. So werden Kopf und Nacken in einer physiologischen Position gehalten und die Atemwege bleiben geöffnet. In einem spezialisierten Bettenfachgeschäft wie Gailing Schlafkultur in Bad Rappenau, können Sie sich ein ganzes Schlafsystem zusammenstellen lassen, das perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.
Kleine Schritte, große Verbesserungen
Schlafapnoe muss nicht zwangsläufig den Alltag bestimmen. Bereits kleine Anpassungen wie die Wahl des richtigen Kissens oder die Änderung der Schlafposition können viel bewirken. Sollten Sie den Verdacht haben, an Schlafapnoe zu leiden, sollten Sie dies jedoch stets ärztlich abklären lassen.
Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Schlafqualität zu verbessern! Kommen Sie in unser Bettenfachgeschäft in Bad Rappenau oder lassen Sie sich telefonisch beraten. Sie erreichen uns telefonisch unter 072 64 / 9 59 96 18, per E-Mail an info@gailing-schlafkultur.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie!